Besondere Pflanzenarten im Emmental

Einige Pflanzen sind besonders charakteristisch oder interessant und verdienen eine genauere Betrachtung.

Bunte Wiesenblumen (Fett- und Magerwiesen)

Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)

Diese heimische Orchideenart ist ein wahrer Schatz. Mit ihren purpurfarbenen Blütenkerzen und den gefleckten Blättern ist sie ein Indikator für ungedüngte, feuchte Wiesen. Sie ist streng geschützt und ihre Entdeckung ist ein besonderes Erlebnis.

Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi)

Zarte, tief eingeschnittene rosa Blüten, die feuchtere Wiesenbereiche schmücken. Ein Zeichen für naturnahe Feuchtwiesen.

Roter Wiesenklee (Trifolium pratense)

Nicht nur für Kühe wertvoll, sondern auch eine hübsche, rote Blütenpracht. Oft gesellig mit Weißklee (Trifolium repens).

Trollblume (Trollius europaeus)

Die leuchtend gelben, kugeligen Blüten der Trollblume sind auf nährstoffarmen Feuchtwiesen zu finden. Sie ist ein Relikt aus der Eiszeit und ebenfalls geschützt. Ihr Anblick ist ein Zeichen für eine intakte, naturnahe Landschaft.

Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Auffällig durch seine großen, gelben Blüten, die sich mittags schließen und später zur imposanten "Pusteblume" werden.

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Mit ihren kräftig violetten Blütenköpfen ist sie ein Blickfang und wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge.

Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Die klassische, weiß-gelbe Wiesenblume, Symbol des Sommers. Sie bedeckt im Frühsommer ganze Hänge und lädt zum Blumenpflücken ein.

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Mit seinen tiefblauen bis violetten Blüten ist der Wiesensalbei nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein Magnet für Hummeln und Bienen. Er wächst auf trockeneren Wiesen und an sonnigen Hängen.  Auf sonnigen Wiesen leuchten und duften die Blüten herrlich. Ein Highlight für Naturfotografen.

Entdecken Sie die kleinen Wunder am Wegesrand

Waldpflanzen

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Ein Frühlingsbote! Bildet im März/April weiße Teppiche in lichten Laubwäldern, bevor das Blätterdach schließt.

Echter Seidelbast (Daphne mezereum)

Ein seltener, früher Blüher (Februar/März) mit intensiv duftenden rosa Blüten direkt am Holz. Achtung: Stark giftig! Nur bewundern.

Türkenbund-Lilie (Lilium martagon)

Eine der schönsten einheimischen Lilien mit markanten, purpurrot gefleckten, zurückgeschlagenen Blütenblättern. Liebt kalkreiche Waldränder.

Waldmeister (Galium odoratum)

Bekannt für seinen charakteristischen Duft (Cumarin) nach Heu, besonders vor der Blüte im Mai. Wächst schattig-feucht.

Weisstanne (Abies alba)

Sie ist die Königin der Emmentaler Wälder. Im Gegensatz zur Fichte hat sie weiche, nicht stechende Nadeln und ihre Zapfen wachsen aufrecht auf den Ästen. Ihre tiefen Wurzeln machen sie sturmsicher und sie prägt das Bild der typischen Mischwälder. 

Diese Flora ist ein zentraler Anziehungspunkt für Urlauber

Heilkräuter & Besondere Arten

Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina)

An Bachufern und in schattigen Gräben. Erkennbar an den lilablauen Blüten und dem milchigen Saft im Stängel.

Echte Arnika (Arnica montana)

Die berühmte Heilpflanze mit leuchtend gelben Blütenköpfen. Bevorzugt magere Bergwiesen und ist ein geschütztes Juwel.

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Häufig an Wegrändern. Seine zierlichen gelbgrünen Blüten und die Tautropfen auf den Blättern sind ein malerischer Anblick.

Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)

Majestätische Pflanze mit großen, weißen Doldenblüten an feuchten Standorten. Wichtig für Insekten.